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Im Gespräch mit Herrn Quosdorf

Geschäftsführer Herr Quosdorf: Verträge und Organisation

Wir sind noch immer dabei, einen Blick auf die Nachhilfe im Wandel der Zeit und konkret bei Aus6mach1 zu werfen. Nachdem wir schon die Abläufe sowie die Schüler- und Lehrersicht kennenlernen konnten, gibt es in den folgenden Wochen Einblicke ins Geschehen mit Hilfe von Interviews mit den drei Hauptansprechpartnern.

Herr Quosdorf, Sie sind seit einiger Zeit im geschäftsführerischen Bereich der Nachhilfe tätig. Wie lange genau und was sind Ihre Aufgaben?

Ich bin seit dem 01.01.2017 als Geschäftsführer bei aus6mach1 tätig. Mein Aufgabenbereich umfasst dabei alles, was mit Buchhaltung zu tun hat. Ich kontrolliere die Abrechnung unserer Lehrer, schreibe die Rechnungen an die Familien und kontrolliere die Zahlungseingänge. Außerdem führe ich über alle Einnahmen und Ausgaben Buch und erstelle die Steuererklärung. Zudem arbeite ich mit Herrn Wimmer an der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung.

Seit Sie gemeinsam mit Martin Wimmer die Firma übernommen haben, stecken Sie viel Herzblut in die Arbeit. Was zeichnet Ihr Nachhilfeunternehmen aus?

Unser Konzept stellt den Schüler mit seinen Bedürfnissen und Problemen in den Mittelpunkt. Durch den Einzelunterricht wird jeder Schüler individuell gefördert und gefordert. Zudem wird verhindert, dass schüchterne oder ruhige Schüler in einer Lerngruppe untergehen, weil sie sich nicht trauen, ihre Fragen zu stellen. Da unsere Lehrer meist Studenten sind, deren Schulzeit oft nicht allzu lange her ist, begegnen sich Lehrer und Schüler auch aufgrund des geringen Altersunterschiedes auf Augenhöhe, was vielen Schülern hilft, offen und ehrlich Fragen zu stellen. Auch findet der Nachhilfeunterricht in der Regel bei den Schülern zuhause statt, wodurch eine entspannte und vertraute Lernatmosphäre entsteht.

Vor allem der Umgang mit den Zahlen liegt in Ihrer Verantwortung. Nun sind es viele Bereiche für die kalkuliert werden muss. Ist es nicht also eigentlich ein Vollzeitjob, sich um die Firma und alle beteiligten Personen zu kümmern?

Ich sag es mal so: Langweilig wird mir nicht und nach 40 Stunden ist meine Arbeitswoche meist nicht vorbei. Die meisten Leute, egal ob Familien oder Lehrer, wissen gar nicht, dass die Nachhilfe ein Nebenjob ist und ich hauptberuflich eigentlich in einer Baufirma angestellt bin. Wenn andere also Feierabend oder Wochenende haben, sitze ich meist im Büro oder zuhause vor dem Laptop. Aber ich habe meine Arbeitsabläufe mittlerweile soweit optimiert, dass ich auch noch Zeit für Hobbys und Freizeit habe.

Was bereitet Ihnen an dieser Arbeit die größte Freude…?

Es ist doch so: Wer in der Schule nicht mitkommt und schlechte Noten schreibt, der wird schnell ausgegrenzt und verliert an Selbstvertrauen. Wenn aber am Ende des Schuljahres von den Eltern eine Nachricht kommt, dass durch unsere Arbeit die Kinder ein besseres Gefühl beim Lernen erlangen und sich die Noten ihres Kindes sogar verbessert haben, dann macht mich das stolz, weil ich weiß, dass unsere Idee aufgeht. Es bereitet mir die größte Freude, wenn wir mit unserem kleinen Unternehmen dabei helfen können, dass Schüler ihre Ziele erreichen und sie später sagen können: „ Die Nachhilfe war keine Strafe für mich, sondern das letzte kleine Puzzlestück zum Erfolg.“

…Und worin liegt die größte Herausforderung?

In erster Linie müssen wir stets eine ausreichend große Anzahl an Lehrern zur Verfügung haben, um nicht nur möglichst viele Nachhilfeschüler betreuen zu können, sondern um auch schnell auf Anfragen reagieren zu können. Hier gilt es, immer neue Wege zu finden, unsere Firma und unser Konzept bekannt zu machen und potenzielle Interessierte zu erreichen und von einer Tätigkeit bei uns zu überzeugen.

Außerdem ist es wichtig, immer in engem Kontakt mit den Familien zu stehen, um uns auch Kritik einzuholen. Denn man darf ja eines nicht vergessen: Unsere Lehrer sind in der Regel (noch) keine fertig ausgebildeten Pädagogen und auch wir sind keine ausgebildeten Lehrer. Deswegen gibt es bei uns zu Beginn der Nachhilfe auch die kostenlose und unverbindliche Kennenlernstunde, bei der sich der Lehrer erstmal ein Bild von den Problemen macht und die Eltern den Lehrer kennenlernen können, bevor Sie einen Nachhilfevertrag unterschreiben.

Welche Schritte planen Sie, um stets qualitativ hochwertige Nachhilfe anbieten zu können und die Kunden von Ihrem Angebot zu überzeugen, sodass Sie eben Aus6mach1 anstatt beispielsweise der Schülerhilfe wählen?

Wir haben vor Kurzem unsere Internetseite modernisiert und unsere Flyer aktualisiert. Damit möchten wir in der Öffentlichkeit präsenter auftreten. Außerdem haben wir einen Imagefilm gedreht, in dem wir unsere Arbeit und unser Konzept vorstellen. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass wir budgettechnisch sicherlich nicht mit Franchiseketten wie der Schülerhilfe mithalten können. Deswegen möchte ich hier auch nicht von „Konkurrenten“ sprechen. Wir sind eher eine Alternative zu diesen Institutionen, mit einem anderen Lehransatz und sicherlich auch ein stückweit flexibler und transparenter.

Zwei Köpfe an der Spitze eines Unternehmens können gemeinsam viel erreichen, können aber auch mit Konflikten konfrontiert werden. Wie laufen Ihre gemeinsamen Planungen mit Herrn Wimmer ab?

Auf zwei Arten: Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen in unserem Büro und besprechen alles, was in nächster Zeit ansteht, vor allem wenn es größere strategische Entscheidungen und Projekte betrifft, wie z.B. unsere neue Homepage oder neue Werbemaßnahmen. Zudem telefonieren wir recht häufig miteinander, wenn es um neue Familien oder Bewerbungen von potenziellen Lehrern geht. In der Anfangszeit der Coronakrise sind diese Telefonate auch mal etwas länger ausgefallen, da auch wir uns erstmal schlau machen mussten, welche Regelungen und Einschränkungen uns betreffen, und wie Nachhilfeunterricht in der aktuellen Zeit aussehen könnte.

Der Ruf des Nachhilfeunterrichts hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Heutzutage ist es nicht mehr negativ besetzt, ein paar Stunden mehr zu nehmen, vielleicht sogar, um von Note 2 auf Note 1 zu kommen. Mit der richtigen Lernbegleitung ist alles möglich. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?

Ich denke, Nachhilfe wird sich weiter in der Gesellschaft etablieren und der Bedarf an Nachhilfe auch weiter zunehmen. Zum einen ist das durch den Lehrplan bedingt. Die Ansprüche, die heutzutage an Schüler gestellt werden, lassen viele Eltern mittlerweile nur noch mit dem Kopf schütteln. Wenn dann vielleicht auch die älteren Geschwister berufs- oder studienbedingt nicht mehr greifbar sind, stehen wir bereit und versuchen unser Bestes, die Notsituationen gemeinsam zu meistern. Andererseits spielt hier auch der immer noch herrschende Lehrermangel und damit verbundene Unterrichtsausfall eine wichtige Rolle. Wenn jedes Schuljahr 5% der Stunden ausfallen und trotzdem der komplette Stoff behandelt werden soll, dann ist es nur logisch, dass der ein oder andere bei gewissen Themen nicht gleich mitkommt und sich Hilfe im außerschulischen Bereich sucht. Und ob die zunehmende Digitalisierung im Bildungsbereich wirklich das Allheilmittel ist und nur Positives mit sich bringt, möchte ich persönlich stark bezweifeln. Es wäre also falsch, die Schuld immer nur bei den Kindern zu suchen, wenn es in der Schule mal nicht läuft. Da spielen auch die Rahmenbedingungen eine Rolle.

Daran anknüpfend: Wo sehen Sie sich und Ihr Unternehmen in den nächsten 5 Jahren?

Das ist eine sehr interessante Frage, die sich aber nicht so leicht beantworten lässt. Wenn mir damals jemand bei meiner Einstellung als Nachhilfelehrer und Büromitarbeiter gesagt hätte, ich würde nach gerade einmal einem Jahr als Geschäftsführer arbeiten und die Verantwortung für 30 Lehrer und ebenso viele Familien tragen, hätte ich ihm das sicher nicht geglaubt und mich wohl auch dagegen gewehrt. Aber so ist es gekommen und ich habe diesen Schritt nicht bereut. Ich möchte die nächsten Jahre jedenfalls weiter lernen, mit meinen Aufgaben wachsen und unser Unternehmen auf sichere Füße stellen. Wenn wir uns dann in fünf Jahren weiter am Markt etabliert haben und weiter regen Zuspruch von Familien bekommen, haben WIR vieles richtig gemacht.

Und abschließend: Was wäre Ihr größter Wunsch für die Aus6mach1-Nachhilfe?

Das wird jetzt wohl mehr als ein Wunsch: Dass jeder unserer Nachhilfelehrer noch einen Freund für die Tätigkeit als Nachhilfelehrer bei uns begeistert, damit wir so keine Anfragen mehr ablehnen oder mit der Bitte um etwas Geduld vertrösten müssen. Dass wir im Team weiterhin so gut zusammenarbeiten wie bisher und die kommenden Aufgaben meistern. Dass die Post endlich dauerhaft unseren Briefkasten findet und nicht manche Post zurücksendet. Und dass unser Name weiterhin Programm ist: Aus6mach1! 

M.
M.

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